USA 6941st Guard Battalion
AAFES
Der am Beeskowdamm gelegene Four Seasons Store war das südlichste Einkaufszentrum der Allierten. Auf dem Gelände war auch der Motorpool und die Werkstatt der AAFES Truckflotte untergebracht.
POSTEN:
Posten 1: Zuständig für die Zugangskontrolle am Fahrzeug- und Fußgängertor (tags) und als Patroulienposten (nachts)
AFN Saargemünder Str.
Das gegenüber dem Hauptquartier gelegene AFN Gebäude beherbergte auf kleinstem Raum die Radio- und Fernsehredaktion und Produktion.
Am 15. Juli 1994 lief die letzte Sendung von AFN-Berlin.
POSTEN:
POSTEN 2a: ab Uhr 18:00 Patroullie um Triftshop, AFN, US-Mission Warenlager, US Army Funkwerkstatt und CPD.
Sonderposten während Krisenzeiten.
Gewöhnlich wurde die Zugangskontrolle von der Berliner Wachpolizei (WAPO) geregelt.
AFN Transmitter
In der Dahlemer Pacelliallee wurde das Radioprogramm, des AFN-FM auf Sendung geschickt.
Zur vollen Stunde wurden hier die Nachrichten aus Frankfurt auf die Berliner UKW Frequenz übertragen. Am Wochenende und Nachts, lief die Musik vom Tonband, unterbrochen von unzähligen "Jingles", die automatisch von Kassetten gestartet wurden.
Der Sendemast und der Sicherheitsbereich sind abgerissen und an die "Domäne Dahlem" übergeben worden. Die Sendebaracke steht zur Zeit noch.
POSTEN:
Posten 1: Zutrittskontrolle, Kameraüberwachung, und Kontrollgänge .
Sonderposten zur Sicherung des Antennenmastes zu Krisenzeiten
Andrews Barraks
Nach Übernahme durch die US-Army wurde die Kaserne nach Generalleutnant Frank M. Andrews umbenannt, der bei einem Flugzeugabsturz in Island ums Leben kam. Auf dem Gelände befanden sich die Unterkünfte und Übungsräume für das Support Batallion und das 6941st Gd.Bn., Der US-Army Transportation-, der US Mission Motor-Pool und die dazugehörigen Werkstätten, bis 1990 das Provost Marshal Office (Militär Polizei), die Satellitenkommunikationsanlagen der FSB, Detachment A, u.v.m.
Heute befindet sich in den denkmalgeschützten Gebäuden eine Aussenstelle des Koblenzer Bundesarchivs. Der südliche Bereich, mit Wäscherei, Maintenance u.s.w. ist abgerissen. Hier ist das "neue" Schweizer Viertel entstanden, eine Mischung aus Wohn-, Reihen-, und Einfamilienhäusern. Zur Goerzallee sind Läden und Geschäfte gebaut worden. POSTEN:
SOG: Zuständig für die Durchführung von Wachanweisungen
Posten 1: Passoffice - Zugangskontrolle am Fußgängertor Finkensteinallee.
Posten 2: Fahrzeugkontrolle Maingate (Finckensteinallee).
Posten 3: Tags: Backgate -
Nachts: Transportation Motor Pool.
Posten 4: Tags: Backgate - Nachts: Maintance Division Area.
Posten 5: Tags: Fahrzeugkontrolle Maingate (Finckensteinallee) - Nachts: auch Patroulliendienst.
Posten 6: Tags: nicht besetzt - Spät/Nachts: Patroullie Hinteres Kasernengelände, 1 Stunde Personenkontrolle Laundry.
MCO (Monitor Control Operator) im PMO (Provost Marshal Office).
Berlin America High School
Die Grundsteinlegung für die Schule fand am 20. Mai 1964 statt. Damals war es eine Oberschule für die Kinder der in Berlin stationierten Allierten aus den USA. Sie wurde im Sommer 1994 mit dem Weggang der Allierten aus Berlin geschlossen.
Die Wilma-Rudolph-Oberschule als Nachfolgerin in den Gebäuden der ehemaligen BAHS begann in jenem August 1994 mit nur 18 Lehrern und dem 7. Jahrgang, zu dem 170 Schüler gehörten. Viele Jahre hatten die Schule keinen "richtigen Namen". Sie ware einfach nur die Gesamtschule Am Hegewinkel. In den folgenden Jahren wuchs die Schule auf ca. 100 Lehrer und über 1000 Schüler an. Die Schule ist nun eine ganz "normale" Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe.
Im Sommer 2000 erhielt sie den gewünschten Namen Wilma-Rudolph-Oberschule, der die Verbindung in die USA weiterhin erkennen läßt.
Cole Sports Center
Die am Hüttenweg gelegenen Sporteinrichtungen waren immer einen Besuch wert.POSTEN:
Posten 1: Zuständig für die Zugangskontrolle
Generals Guesthouse
Das am Wannsee gelegene Anwesen bot hochrangigen Militärs eine adäquate Unterkunft, während ihrer Berlin Besuche.
POSTEN:
Posten 1: allgemeine Kontrollaufgaben.
Sonderposten bei Besuch .
Von Steuben Compound
Im Von Steuben Compound (vor 1983 Directorate of Engeneering and Housing), wurden sämtliche Bauvorhaben geplant, mit deutschen Dienststellen ( z.B. Bauamt Süd) koordiniert und Aufträge an deutsche Firmen vergeben.
Hier arbeiteten Ingenieure und Techniker ebenso, wie Handwerker aus allen Bereichen. Auch die Müllabfuhr hatte hier ihre Zentrale. Heute wird ein Teil des Geländes von der Berliner Handwerkskammer als überbetriebliche Ausbildungsstätte genutzt.
POSTEN:
Posten 1: Zuständig für die Durchführung der Wachanweisungen.
Posten 2: Zuständig für die Zugangskontrolle am Fahrzeug - und Fußgängertor.
Posten 3: Zuständig für die Zugangskontrolle des Fahrzeugverkehrs am Nebentor.
German-American Volksfest
Zum deutsch - amerikanischen Volksfest am Hüttenweg waren je nach politischer Lage, 5 - 10 Sonderposten eingeteilt. Heute ist das ehemalige Festgelände mit einstöckigen Häusern im Würfel-Stil bebaut.
Gegenwärtig findet das Volksfest noch auf dem ehemaligen Truman-Plaza Gelände statt.
POSTEN:
Nur Sonderposten
US Military Mission Liason
1944 beschlossen die Alliierten (Großbritannien, USA, Frankreich, Sowjetunion) in den späteren Besatzungszonen Deutschlands beim dem jeweiligen Oberbefehlshaber Militärmissionen der anderen Besatzungszonen zu akkreditieren.
Das Abkommen zur Einrichtung einer US-amerikanischen Militärverbindungsmission wurde im März 1947 von dem US-Generalleutnant C. R. Huebner und dem sowjetischen Generaloberst Malinin unterzeichnet. Dabei wurden für beide Seiten gleiche Verpflichtungen und Rechte festgelegt.
Die ursprüngliche Aufgabe der USMLM sollte die reibungslose Kommunikation zwischen den Vertretern der USA und der Sowjetunion sein.
Kurz nachdem die Vertreter der USA ihre Unterkunft in Potsdam-Babelsberg (Neu Fahrländer See) bezogen hatten, wurden die Beziehungen zur Sowjetunion jedoch frostiger und es brach die Zeit des Kalten Krieges an. Aus den Westmächten und der Sowjetunion wurden Feinde.
In dieser Zeit der Feindseeligkeiten änderte sich auch der Auftrag der Mission. Da sich die Mitglieder der USMLM, von besonderen gesperrten Bereichen abgesehen, frei bewegen konnten, wurde dieser Umstand zur militärischen Aufklärung bzw. Spionage genutzt. Es wurden insbesonders Truppenbewegungen und neues Militärgerät fotografisch dokumentierent.
Föhrenweg 19-21 in Berlin-Zehlendorf. Auf dem 9300qm großen Gelände steht eine, 1936 gebaute Backsteinvilla, die während der NS-Zeit als geheimes Hauptquartier für Feldmarschall Wilhelm Keitel diente. Dann war sie das operative Hauptquartier der USMLM, während der offizielle Dienstsitz in Potsdam blieb.
Im Föhrenweg wurden die Fahrten in die DDR vorbereitet und die Ergebnisse nach beendeter Mission ausgewertet. Hierzu standen den Spezialisten ein exquisit ausgestattetes Fotolabor zur Verfügung. Die gesamte Nutzfläche des Gebäudes beträgt 1800qm (inkl. dem später erstellten Anbau) Auch war hier der größte Teil der Fahrzeugflotte, der USMLM stationiert, deren eindeutig identifizierbare Kennzeichen das US-Länderkürzel, eine große US-Flagge und eine Nummer zeigten. Über die Jahre wechselten die Fahrzeugtypen. Anfangs waren es verschiedene US-Modelle, später dann der Opel Kapitän, Opel Admiral, Opel Senator, Range Rover und der MB 280G, mit spezieller Ausrüstung. Die Fahrzeuge waren entsprechend den Erfordernissen umgerüstet und verfügten, neben dem obligatorischen Unterfahrschutz, teilweise auch über spezielle Formen des Allradantriebs.
Obwohl die USMLM nach dem Potsdamer Abkommen einen legalen Status hatte – die DDR durfte offiziell nichts gegen ihre Aktivitäten unternehmen – versuchten die Nationale Volksarmee und das Ministerium für Staatssicherheit alles, deren Tätigkeit zu stören bzw. zu verhindern. Kontrollen der Mission-Mitarbeiter waren auf dem Gebiet der DDR ausschließlich Offizieren der sowjetischen Truppen vorbehalten. Das war auch jedem DDR Soldaten bekannt, dennoch wurden die Mitarbeiter der USMLM auf ihren Fahrten durch NVA- oder GSSD-Militärfahrzeuge behindert, eingekeilt oder sogar gerammt
Am 22. März 1984 wurde der französische Missionsangehörige Philippe Mariotti als Pkw-Fahrer durch einen schweren NVA-Militär-LKW, Modell Ural in Halle (Saale), gerammt und tödlich verletzt. Wie sich später anhand von Stasi-Unterlagen belegen ließ, wurde das französische Missionsfahrzeug nach einem, im Vorfeld detailliert ausgearbeiteten Plan gerammt. Der Aufprall war so stark, dass Philippe Mariotti sofort verstarb. Die beiden anderen Fahrzeuginsassen (Offizier Staub, Unteroffizier Blancheton) überlebten unversehrt. Von offizieller Seite, der DDR wurde behauptet, Mariotti sei betrunken gewesen und hätte den Unfall selbst verursacht.
Am 24. März 1985 starb Major Arthur Nicholson auf dem Gelände einer sowjetischen Panzerdivision bei Ludwigslust, als er von einem Wachsoldaten entdeckt und angeschossen wurde. Sein Fahrer (Jessie George Schatz) wurde unter Waffengewalt von Hilfeleistungen abgehalten. Erst nach über 1 Stunde kümmerte man sich um MAJ Nicholson, doch jede Hilfe kam zu spät. Wie die spätere Obduktion durch US-Amerikanische Rechtsmediziner ergab, verstarb MAJ Nicholson bereits wenige Minuten, nachdem er angeschossen wurde. Arthur Nicholson wurde auf der Glienicker Brücke an die US-amerikanischen Mitarbeiter der Verbindungsmission übergeben.In der Mitte der Brücke, die die Demarkationsline darstellte, wurde die US-Flagge über seinen Sarg gelegt. Anschließend wurde der Leichnam auf die Andrews Airbase in die USA überführt.
Ende des Kalten Krieges und der damit verbundenen Öffnung der Grenzen wurden auch die USMLM deaktiviert. Sie beendete ihre Arbeit offiziell am 1. Oktober 1990.
1990 wurde das Objekt in CAD-B umbenannt (Combined Analysis Detachment - Berlin).
Die Aufgaben und Tätigkeiten des Personals blieben jedoch die gleichen. Allerdings wurde jetzt mit dem BND (Bundesnachrichtendienst) und dem MAD (Militärischer Abschirmdienst) zusammen gearbeitet.
Nachdem eine Zeit lang die WaPo (Wachpolizei) vor Ort war, wurde die Sicherung 1992 wieder dem 6941st Guardbattalion übertragen. Wer zwischen den Zeilen zu lesen vermag, wird Gründe dafür in diesem Anerkennungsschreiben finden.
POSTEN:
Einlaßkontrolle und stündliche Kontrollgänge ab 20.00 Uhr.
LDCHQ
Bis 1990 hatten hier sowohl der US-Stadtkommandant, als auch der Kommandeur der Berlin Brigade ihren Sitz. Das Gelände beherbergte neben der Administration, das amerikanische Personalamt und die US-Mission, die vor der Wiedervereinigung als offizielle diplomatische Vertretung der USA in West-Berlin galt, sowie das dazugehörige Konsulat.
POSTEN:
SOG: Leitung und Kontrolle der Wachaufgaben
COG: Unterstüzung des SOG, Ablösung, administrative Aufgaben
POSTEN 1: Zugangskontrolle Fahrzeugtor Saargemünderstr.
POSTEN 2: Zugangskontrolle Fussgängertor Saargemünderstr.
POSTEN 2a: ab Uhr 18:00 Patroullie um Triftshop, AFN, US-Mission Warenlager, US Army Funkwerkstatt und CPD.
POSTEN 3: Zugangskontolle Fahrzeugtor Clayallee.
POSTEN 4: Zugangskontrolle Fussgängertor Clayallee.
POSTEN 4a: ab Uhr 18:00 Patroullie entlang Mauer Bitscherstr. / Saagemünderstr. bis Rückseite Passoffice.
POSTEN 5: Zugangskontolle Gebäude 3.
POSTEN 5a: ab Uhr 18:00 Patroullie entlang Clayallee vom Fahrzeugtor und Mauer Saargemünderstr. bis Fahrzeugtor Saargemünderstr.
POSTEN 6: Zugangskontolle Gebäude 2 Hintereingang (Flagpool).
POSTEN 7: Überwachung Financebuilding.
POSTEN 7a.Zaunpatroullie entlang Hüttenweg / Clayalle bis Gebäude 2.
POSTEN 8: erst Zugangskontrolle Seiteneingang Gebäute 2 von Hüttenweg Parking Lot zur US-Mission Warenannahme, später Zugangskontrolle zum Hüttenweg Parking Lot.
POSTEN 8a: in Krisenzeiten ab Uhr 18:00 patroullierte er um den Antennenkomplex.
Golf Course
Der, im südwesten Berlins gelegene Golfplatz wird heute vom Golf Club Berlin e.v. betrieben.
POSTEN:
Posten 1: Patroullienposten (Nachmittags/Nachts) .
HAD
Auf dem gegenüber zu Turner Bks. gelegenen, 13 Hektar großen Munitionsdepot, standen rund 30 Bunker, Verwaltungsgebäude und 4 Wachttürme.
Bis auf zwei Bunker, die Fledermäusen als Quartier dienen, sind alle anderen zugeschüttet, bzw. abgerissen und das Gelände, teils planiert, wird der Natur überlassen.
POSTEN:
SOG: Zuständig für die Durchführung der Wachanweisungen.
Posten 1: Zuständig für die Zugangskontrolle am Fahrzeug- und Fußgängertor.
Posten 2 -5: Beobachtungsposten auf den Türmen.
Posten 6: Auslöser/Telefondienst .
Harnack House
Die 1929 erbaute Tagungsstätte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, wurde nach der Übernahme durch die Amerikaner als Offiziersclub und Gästehaus genutzt. Das repräsentative Ambiente des Clubs war Schauplatz unzähliger Empfänge und Feierlichkeiten.
Heute ist das Anwesen Tagungstätte der Max Planck Gesellschaft.
POSTEN:
Posten 1: Zuständig für die Durchführung der Wachanweisungen und Kontrolle am Eingangsbereich.
Posten 2: Zuständig für die Überwachung des Frontbereiches Posten 3: Zuständig für die Überwachung des Parkbereichs.
Teufelsberg Field Station Berlin
POSTEN:
SOG : Zuständig für die Durchführung der Wachanweisungen.
Posten 1: Zuständig für die Zugangskontrolle am Haupttor.
Posten 2: Zuständig für die Sicherung der Westseite des Areals.
Posten 3: Zuständig für die Sicherung der Ostseite des Areals.
Posten 4: Zuständig für die Sicherung der Nordseite des Areals.
Welcher der ehemaligen Angehörigen des 6941st Gd Bn wird jemals den legendären Posten 2 vergessen! Der Postenweg verlief zwischen zwei, 1,20m auseinanderliegenden Zäunen! Der innere der beiden Zäune war zudem mit Kontakt-Sensoren bestückt. Sobald man versehentlich den Zaun berührte war die, auf dem Teufelsberg tätige, Sonderabteilung der US-Militärpolizei zur Stelle.
Das, von der Field Station Berlin genutzte, 6 Hektar große Antennenfeld im Grunewald wurde abgerissen und wird "renaturiert"
Jagen 87
POSTEN:
Posten 1: Zugangskontrolle.
Posten 2: Patroulienposten (nachts).
Auf dem, am Ende des Hüttenwegs gelegenen, 6,5 Hektar großen Munitionsdepot standen 26 überirdische Bunker, ein Wachhaus, 4 Unterstände für Anhänger, der Hundezwinger der MP-Customs (Zoll), und 4 Wachtürme.
Nach mehr als 30jähriger Nutzung durch die amerikanischen Streitkräfte wurde das Gebiet, nach deren Abzug den Berliner Forsten rückübertragen. Seit 1960 war die Waldfläche mit der Bezeichnung "Jagen 92" im Grunewald von den amerikanischen Streitkräften als Munitionsdepot genutzt worden. Ein 6,5 Hektar großes Gelände im Wald. 26 oberirdische, in drei Reihen angeordnete Bunker standen auf dem Gelände. Diese waren zwischen 19 und 25 Meter lang, 8 Meter breit, 5,5 Meter hoch und durch einen Zaun mit 4 Wachtürmen, und vorgelagerten Stacheldrahtbarrieren gesichert.
Im Sommer 1994 beauftragten die Berliner Forsten das Kreuzberger Landschaftsarchitekturbüro "Gruppe F" mit der Entwicklung einer Nutzungskonzeption für die ehemalige Militärfläche. Aufgabe war, eine "waldtypische Nachnutzung" zu finden und gleichzeitig Deponien und illegale Ablagerungen zu verhindern. Der Abriss der Bunker und Wachtürme hätte rund 30 Millionen Mark gekostet. Auf der Suche nach einer kostengünstigeren Lösung kam man auf die Idee, das Gelände einfach zuzuschütten. Durch die rege Bautätigkeit in Berlin, beispielsweise auf dem Messegelände, fielen große Mengen an Sand an, die bei dem Bau der Düne gut verwendet werden konnten.
19 000 LKW-Ladungen
Das Land Berlin hat auf diese Weise Deponiekosten eingespart. Die vorhandenen Bunker wurden nicht abgerissen, sondern als stabilisierendes Gerüst für die neue Dünenlandschaft genutzt. Von März 1995 bis Dezember 1997 wurden mit 19 000 Lkw-Ladungen 330 000 Kubikmeter Boden angekarrt. Ständige Kontrollen garantierten, dass nur schadstoffarmer Boden verwendet wurde. Die Düne erhielt zwei kleinere Höhenzüge und einen Kamm, der mit einer Höhe von zwölf Metern die Kronen der umgebenden Kiefernbestände nicht überragt.
Die Standfestigkeit der Düne gewährleistet ein Kern aus Lehm. Dieser mittels Raupen und Baggern modellierte Lehmkörper wurde mit einer etwa zwei Meter dicken Sandschicht abgedeckt. Bei einem der Bunker wurde ein Lüftungsschacht freigehalten, damit dort Fledermäuse ein Winterquartier finden können. Die vorhandenen Pflanzen auf einigen Bunkerrücken wurden nicht mit Erde bedeckt. Dort haben sich bereits seltene Pflanzen, Heuschrecken und Schmetterlinge angesiedelt. Auf eine künstliche Bepflanzung der Düne wurde verzichtet. Dadurch ist eine natürliche Eigenentwicklung möglich. Dünen existieren im Berliner Raum seit der Eiszeit.
POSTEN:
SOG: Zuständig für die Durchführung der Wachanweisungen.
Posten 1: Zuständig für die Zugangskontrolle am Fahrzeug- und Fußgängertortor, Bunkerkontrolle und Auslöser
Posten 2-4: Beobachtungsposten auf den Türmen. Bei schlechten Sichtverhältnissen, Patroullie entlang des Zauns.
Posten 5: Patroulienposten an der Nordseite.
CIA
JAROC(B) , Sven-Hedin Ecke Karl Hofer Strasse, unterstand dem DCSI (Deputy Chief of Staff Intelligence).
Aufgaben waren unter anderem die Sichtung von Unterlagen und Befragungen von Flüchtlingen aus der DDR.
Gemäß alliierten Verordnungen mussten alle Ankömmlinge aus dem
kommunistischen Machtbereich Sichtvermerke in den Sichtungsstellen
erhalten. Erst danach waren deutsche Dienststellen befugt, sich dieser
Flüchtlinge und Übersiedler anzunehmen.
Das Personal der Sichtungsstellen bestand hauptsächlich aus deutschen Zivilangestellten der Alliierten und Angehörigen des 766th MI Det., 66th MI Group. Einige von ihnen wohnten auch in der Villa auf dem Gelände.
Viele von ihnen beherrschten mehrere Sprachen. Keiner von ihnen durfte irgendwelche Verbindungen zum Ostblock haben. Besuche in Ostblockstaaten waren ebenfalls untersagt. Bis Mitte der 80er Jahre war den Mitarbeitern auch die Benutzung der Transit-Strecken zwischen Berlin und der Bundesrepublik verboten. Fast alle Mitarbeiter hatten zu ihrer eigenen Sicherheit Decknamen.
Dem JROC (B) unterstand auch die alliierte Sichtungsstelle im Notaufnahmelager Marienfelde. Sie war ein wesentlicher Bestandteil des Aufnahmeverfahrens für Flüchtlinge im Westen.
Keerans Range
Hier, wo während des 2. Weltkrieges die nicht vollendete Südkurve der AVUS entstehen sollte, befand sich der nach General Charles J. Keerans jr. benannte Schieß- und Übungsplatz.
Der von der AVUS gut sichtbar, am Kronprinzessinen Weg gelegene Schießplatz ist, bevor das Areal für Waldbesucher freigegeben wurde, von Munition und allen Betonteilen befreit worden. Auf einem angelegtem Wanderweg durchquert man jetzt das Gelände und hat sehr schöne Einblicke in dieses renaturierte Gebiet.
Durch regelmäßige Pflegearbeiten wird ein Teil als Wiesenfläche erhalten. Die dort wachsenden Baum- und Straucharten haben sich in erster Linie durch natürliche Aussaat vermehrt.
POSTEN:
Posten 1: Patroullienposten (Nachmittags und Nachts).
Während Krisenzeiten Zusatzposten.Mc Nair Barraks
Nach der Übernahme durch die US-Army wurden die Gebäude zuerst als Hauptquartier genutzt und 1949 zu Truppenunterkünften umgebaut, in denen das 2nd, 3rd und 4th Battalion der 6th Infantry, die 1984 durch das 4th, 5th und 6th Battalion der 502nd Infantry abgelöst wurden, sowie die C Kompanie der 94th Field Artillery stationiert waren. Zeitweise lebten und arbeiteten hier bis zu 2300 Soldaten, wie in einer Kleinstadt mit Kirche, Fitnesscenter, Commissary und Waschsalon.
Derzeit wird das Areal mit einer Wohnsiedlung bebaut. Der Bau von Loftwohnungen, einem Hotel und einem Wellnesszentrum auf dem Gelände hat begonnen. Der Bebauungsplan für das Gelände, auf dem die denkmalgeschützten Telefunken-Bauten stehen, ist fertig. Die Bezirksverordneten werden dem Entwurf des Bezirksamtes voraussichtlich zustimmen. So äußerten sich jedenfalls die Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung
In den bestehenden Gebäuden, mit einer Gesamtbruttogeschoßfläche von über 100.000 m2; in Stahlbeton-Bauweise wird seit August 2000 gearbeitet. Die Firma "Rentaco" will in den alten Fabrikhallen 120 großzügige Loftwohnungen einrichten. Einzelne Musterwohnungen sollen bald fertig sein. Das gesamte, "Loftland" genannte Projekt soll 2003 abgeschlossen sein. Nun fehlen noch Ideen für eine Gestaltung des angrenzenden "Platz des 4. Juli". Die etwa 400 Meter lange und 70 Meter breite Fläche zwischen Neubaugebiet und Parkfriedhof Lichterfelde soll als Stadtplatz erhalten bleiben. Vorerst will das Bezirksamt aus der Asphaltfläche eine Spielstraße machen. Fahrschulen nutzen das Areal für Übungsfahrten, Modellbaufans lassen ihre ferngesteuerten Automobile rasen, Inlineskater üben Kunststücke. Langfristig soll der Asphalt ganz verschwinden.
Das Gelände des ehemaligen Motorpools teilen sich ein Baumarkt, ein Möbeldiscounter und der Handwerkerhof.
POSTEN:
SOG: Durchfuehrung der Wachanweisungen
Posten 1: Fussgaengerzutrittskontrollen und Passausgabe am Haupttor
Posten 2: Allgemeine Kontrollen Backgate (Osteweg)
Posten 3: Zutrittskontrolle und Patroulliendienst MotPool 320 FA
Posten 4: Zutrittskontrolle und Patroulliendienst MotPool 4th/502nd
Posten 5: Zutrittskontrolle und Patroulliendienst MotPool 6th/502nd
Posten 6: Zutrittskontrolle und Patroulliendienst MotPool 5th/502nd
Posten 7: Fahrzeugkontrolle BackGate Osteweg
Posten 8: Patroulliendienst innerhalb der Barracks (Waffenkammer Rod&Gun-Club, Chapel, NCO-Club etc.) und Unterstützung am Maingate
Posten 9: Patroulliendienst am Gelaende des Stichkanals (VehicleRegistration Parking Lot)
Posten 10: Fahrzeugkontrollen am Maingate
Posten 11: Fahrzeugkontrollen am Maingate..
SoPo: Waehrend Bauarbeiten Zugangs-/Zufahrtskontrolle von Lieferanten und Bauarbeiten am Tor zum Pl. d. 4.Juli.
MCO: im HQ 5/502nd
Parks Range
Das 72 Hektar große, zwischen Osdorfer Sraße und ehemaliger Grenze gelegene Areal diente der US-Army als Übungsgelände für ihre Panzer.
Auf dem Gelände befand sich die "US-Geisterstadt" Doughboy City. Sie bestand aus 18 zwei- vierstöckigen Gebäuden, die teils gemauert, teils aus Fertigteilen errichtet worden waren. So gab es u.a. ein Rathaus, eine U-Bahn Station und eine Kirche. Sinn der Sache war es, den bewaffneteten Häuser- und Straßenkampf zu proben. MOUT nannte sich ein Trainigsprogramm, das die US-Army gemeinsam mit der Berliner Polizei absolvierte.
Um die Kampfhandlungen gegen die Blicke der DDR Grepos abzuschotten, wurde eine riesige Hügellandschaft angelegt. Heute ist ein Teil des Geländes mit einer Wohnsiedlung bebaut.
Inzwischen ist ein großer Teil des Geländes bebaut. Ca. 3.300 Wohneinheiten, die sich je zur Hälfte in Doppel- und Reihenhäuser sowie Eigentumswohnungen in Geschoßbauweise gliedern sind hier entstanden.
POSTEN: Posten 1: Zuständig für die Durchführung der Wachanweisungen.
Posten 2: Zuständig für die Zugangskontrolle am Tor.
Posten 3: Zuständig für die Zugangskontrolle Nebentor (Nachmittags) und als Patroulienposten (Nachts)
RTO Lichterfelde
Das in einem Gebäudeteil, des Bahnhofs Lichterfelde-West gelegene Railway Transportation Office, war für die gesamte Abwicklung des Schienenverkehrs der US-Army zuständig. Sowohl für die Personen, als auch für die Warenbeförderung mußten unzählige Formulare bearbeitet werden.
Die Hauptverbindung amerikanischer Soldaten ohne Auto, war der DUTY TRAIN, der einmal täglich Richtung Frankfurt - und zurück fuhr.
POSTEN:
Posten 1: Zuständig für die Zugangskontrolle am Bahnhofsgebäude (Patroullienposten nachts)
Posten 2: Unterstützende Aufgaben .
Recreation Center
Das am Sandwerder 17-19 gelegene Rec. Center bot den amerikanischen Soldaten vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.
Das Anwesen befindet sich heute im Besitz der American Academy Berlin. POSTEN:
Posten 1: Zugangskontrolle
Roosevelt Barraks
1950, im Gründungsjahr des LABOR SERVICE, bezog dieser die Kaserne. Nur ein kleiner Teil wurde von der deutschen Polizei genutzt. Jetzt ist die Kaserne der Berliner Sitz, des Bundesnachrichtendienstes (BND).
POSTEN:
Posten 1: Zuständig für die Durchführung der Wachanweisungen.
Posten 2: Zuständig für die Zugangskontrolle am Fußgängereingang Gardeschützenweg.
Posten 3: Zuständig für die Zugangskontrolle des Fahrzeug- und Fußgängerverkehrs (tags) und als Patroulienposten (nachts).
Rose Range
Der, nach dem General Maurice Rose benannte Schieß- und Übungsplatz wurde u.a. von der US-Army, dem 6941st Gd Bn, der Polizei und Vereinsschützen genutzt.
Hier gab es mehrere Pistolen- und einen Rifleschießstand. Auf dem insgesamt 108 Hektar großen Areal befanden sich sowohl millitärische Einrichtungen, als auch eine riesige, für Amerikaner nutzbare Picknick Area, die an Wochenenden regen Zulauf fand.
Der "Kern" mit den Schießständen, wird heute noch von der Polizei genutzt. Der weitläufige Außenbereich, der vom Stahnsdorfer Damm bis zur ehemaligen Grenze reichte, wird "renaturiert".
POSTEN:
Posten 1: Zuständig für die Zugangskontrolle .
Das Gelände selbst wurde von der Wachpolizei gesichert.
Rudow
Rudow Radar (Site 1) war, gerade einmal 100 meter von der Zonengrenze entfernt, im südöstlichsten Berzirk Berlins gelegen.
Diese Anlage, von der ASA (Army Security Agency - der "militärische Arm" der amerikanischen NSA) betrieben, befand sich im äußersten Südosten von Westberlin direkt am Todesstreifen.
Die Einrichtung muß Anfang der fünfziger Jahre erfolgt sein, abgebaut wurde die Station erst nach dem Mauerfall. Site 1 nimmt eine besondere Rolle in der Geschichte Berlins ein - von hier aus ließen die CIA und der britische SIS 1954 den berühmten Spionagetunnel der "Operation Gold" nach Ostberlin anlegen.
POSTEN:
Posten 1: Patroullienposten .
Sonderposten während Krisenzeiten
S&S Division
Die Supply and Services Division war das "logistische Herz" der Us-Army, und der US-Community Berlin.
Hier wurden sämtliche Materialien, vom Hosenknopf bis zum Panzer bestellt und in mehreren, in Berlin verteilten Warenlagern untergebracht.
Auf dem Gelände befand sich unter anderem auch eine Waffenkammer, in der neueste Spezialwaffen gelagert wurden.
POSTEN:
SOG : Zuständig für die Durchführung der Wachanweisungen.
Posten 1: Zuständig für die Zugangskontrolle am Haupttor. Nachts Patroullienposten
Posten 2: Zuständig für die Sicherung der Waffenkammer .
TAR School
Die Thomas A. Roberts Shool war die Grundschule für die Kinder amerikanischer Soldaten.
1953 wurde die Thomas A. Roberts Schule am Hüttenweg, in der Nähe des Hauptquartiers, von BG Charles F. Craig eröffnet. In jenem Jahr hatte die TAR Shool 146 Schüler.
Später waren es 1450 Schüler und 55 Lehrer, denen 46 Klassenräume, eine Sporthalle, Musik-Räume, eine Bücherei und Leseräume zur verfügung standen.
Die charakteristischen Flügel wurden im September 1960 fertiggestellt. Alles in allem betrugen die Baukosten 1.132.200 $. Urprünglich war die TAR School als kombinierte Grund- und Oberschule geplant, die stetig steigende Anzahl an schulpflichtigen Angehörigen machte jedoch die Planung einer eigenen High-School erforderlich.
Die Berlin-American High School (BAHS) wurde am 25. August 1965 eröffnet.
POSTEN:
Posten 1. allgemeine Kontrollen
Trumann Plaza
Ende der 70er Jahre entstand gegenüber dem Hauptquartier das neue Einkaufszentrum für amerikanische Soldaten. Auf dem Anfangs offenen, später eingezäunten Gelände befanden sich Commissary, Post Exchange, Bank Post, Credit Union, Burger King, Snack Bars und div. kleinere Läden.
Eigentlich sollte schon 1998 Baubeginn sein. Aber auf dem Gelände der ehemaligen Truman-Plaza an der Clayallee wächst das Unkraut. Dort wollte die Bundesregierung 19 Mehrfamilienhäuser mit 300 Wohnungen für ihre nach Berlin ziehenden Mitarbeiter bauen lassen. Doch die Verhandlungen mit den Investoren stocken.
Der Bund hatte das ehemalige Einkaufszentrum der US-Streitkräfte als eines der ersten Alliiertenobjekte planieren lassen. Allerdings wurde aus dem geplanten Baubeginn nichts, weil der Bund den Investor aufforderte, mehr Eigentumswohnungen als vorgesehen zu bauen. Mietwohnungen, so entschied der Bund, seien nicht mehr so wichtig, weil sich die Zahl der Umzügler reduziert habe. Für Interessenten von Mietwohnungen reichten die zeitweise zwischenvermieteten Alliiertenwohnungen aus.
Der Investor, die Deutschbau, will das Gelände dem Bund abkaufen, aber nur Mietwohnungen errichten. "Für die Deutschbau ist die Frage, ob sie das Gelände kauft und dort Eigentumswohnungen auf eigene Rechnung baut und das volle Risiko der Vermarktung trägt oder ob sie öffentlich geförderte Mietwohnungen bauen kann", erklärt der Sprecher der Oberfinanzdirektion Helmut John.
Nach der Bundestagswahl stand die Einigung, nur noch Eigentumswohnungen zu bauen, offenbar kurz bevor. "Wir waren alle optimistisch", sagt John. "Doch das ist wieder vorbei."
Auch 2009 ist das Gelände noch unbebaut.
POSTEN:
Posten 1: Zuständig für die Durchführung der Wachanweisungen.
Posten 2: Zuständig für die Zugangskontrolle am Fahrzeugtor.
Posten 3: Zuständig für die Zugangskontrolle des Fußgängertor.
Turner Barraks
Die Turner Kaserne war der Standort der F40th Armor. Die Gebäude wurden im September 1951 fertiggestellt und nach Feldwebel Charles W. Turner benannt, dem posthum die Ehrenmedallie verliehen wurde, nachdem er 1950 in Korea gefallen war. Die F40th Armor war die größte Panzer-Kompanie ihrer Art in der US-Army und die einzige in Berlin, bis zum Abzug der Amerikanischen Soldaten 1994. Der militärische Auftrag bestand in der Bereitstellung von Unterkünften, Verpflegung, Übungsraum für die F40th Armor; sowie Die Bereitstellung von Lagerraum für Munition, brennbaren Materialien, und Platz für Wartung und Instandsetzung der Panzer.
1998 wurde die Kaserne abgerissen, und an deren Stelle eine (gesicherte) Wohnsiedlung für Bundesbedienstete gebaut.
POSTEN:
Posten 1: Zuständig für die Zugangskontrolle am Haupttor.
Posten 2: Zuständig für die Zugangskontrolle am inneren Sicherheitsbereich (tagsüber) und Überwachung des inneren Sicherheitsbereichs vom Wachturm aus (nachts) .
US Army Hospital
In den 70er Jahren wurde ein modernes Krankenhaus gebaut, das der US-Army Berlin als Hauptgesundheitszentrum diente; und in die Bereiche medizinische Versorgung (MEDDAC) und zahnmedizinische Versorgung (DENTAC) gegliedert war.
Die alten, auf dem Areal befindlichen Gebäude, wurden als Unterkünfte für das 168th Medical Detachment und als Warenlager genutzt. Die Kapazität lag bei ca. 220 Betten.
1994 wurde das Hospital dem Land Berlin übergeben und wird heute vom Universitätsklinikum Benjamin Franklin (Klinikum Steglitz) genutzt.
POSTEN:
Posten 1: Zuständig für die Durchführung der Wachanweisungen, Ausstellen von Besucherpässen etc.
osten 2: Zuständig für die Zugangskontrolle am Fahrzeugtor.
Posten 3: Zuständig für die Zugangskontrolle des Fußgängerverkehrs (tags) und als Patroulienposten (nachts).
Marienfelde Radar
Auch wenn die, zwischen 1962 und 1965 eingerichtete USAFSS/ESC Station - Marienfelde nicht vom Guardbattalion, sondern von der IP bewacht wurde, steht sie in direktem Zusammenhang mit den anderen "Abhörstationen" und soll hier, Aufgrund interessanter Details erwähnt werden.
Die Station wurde "rund um die Uhr" betrieben. Sie diente offiziell der Sicherung des Flugverkehrs und der "Erkundung von atmosphärischen Phänomenen". Auch die britische Royal Air Force war hier aktiv.
Das aber auch hier die "elektronische Kampfführung" betrieben wurde, belegen Unterlagen der Stasi (der Fall des MfS-Spions "Kid") recht klar. Auf dem dicht an der Zonengrenze befindlichen, ca 13ha großen Areal des US Air Force Security Service/Electronic Security Command, befanden sich 14 Gebäude. 6 dieser Gebäude waren sog. "Operations Buildings", zu Deutsch Abhörbetriebsgebäude.
Das Aufgabengebiet der 6912th Electronic Security Group (690th Electronic Security Wing) bestand in:
- Erfassung und Auswertung aller elektromagnetischen Abstrahlungen (SIGINT).
Sie umfaßt: COMINT (Communications Intelligence): vom Satellitenfunk bis zum Fernschreiber/ Faxgerät;
ELINT (Electronic Intelligence): charakteristische Abstrahlungen von Waffen- und Waffen leitsysternen, Computern;
- Brechen fremder Codes, Dechiffrierungen
- Schutz der eigenen Nachrichtenverbindungen.
Ende 1991 wurde die Anlage geschlossen, die Technik demontiert, und die Gebäude abgerissen. Heute gehört der "Hügel" zum Freizeitpark Marienfelde.
POSTEN: Unbekannt .
